Durch viele Aufführungen zu Parsifal, konnte ich mich immer mehr hinein leben in das Gralsgeschehen. Auch auf Tagungen und in Gesprächen gibt es für mich Vieles aufzunehmen, um mich damit zu verbinden. Und nun habe ich mich auch an den Lohengrin von Richard Wagner heran gewagt. Denn es ist ein Wagnis, ein spannendes, erfreuliches. Nicht nur durch die Worte Wagners, sondern auch durch die Musik, lerne ich die Feinheiten dieses Werkes und seines Anliegens kennen.
Als ich zum ersten Mal in Wien war, habe ich gleich nach Ankunft die Inszenierung an der Wiener Oper gesehen, von der ich genauso enttäuscht war, wie von den anderen, die ich bisher gesehen habe! Dort wird Elsa am Ende sogar von Gottfried mit einem Messer…
Nirgends kommt die Gralstaube zum Vorschein, noch wird die Abkunft Lohengrins verdeutlicht.
Claus Guth jedoch hat einen besonderen Griff gewagt: In seiner Inszenierung von 2012 wird Lohengrin als Kaspar Hauser dargestellt. Und ja, diese Verbindung gibt es durchaus…
Mein Anliegen ist es nun, dem Lohengrin Wagners wieder mehr die ursprüngliche Intention zu verleihen kraft der Bildpoesie.
Ich spiele und singe Lohengrin in neun Rollen aus Wagners Libretto und seinem sehr unbekannten Prosaentwurf, der aber bedeutungsvolle Inhalte aufweist, was in der Oper weder zur Sprache noch zur Imagination kommt.
Dafür bin ich ja da! Ich kann Libretto und Prosafassung miteinander verflechten!
Sie kennen den Lohengrin nicht? Na, dann laden Sie mich ein, bei Ihnen zu spielen! Warten Sie nicht, dass ich irgendwann mal in der Nähe bin, sondern schreiben Sie mir und werden Sie selbst initiav, denn darauf kommt es an, Initiatve zu ergreifen – in (fast) allen Lebenslagen, danke!

Mein selbst genähtes Schwanenritterkostüm aus Linnen