{"id":22,"date":"2013-03-18T16:00:57","date_gmt":"2013-03-18T16:00:57","guid":{"rendered":"http:\/\/eunike.de\/?page_id=22"},"modified":"2024-05-01T20:59:31","modified_gmt":"2024-05-01T20:59:31","slug":"das-kathchen-von-heilbronn","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/eunike.de\/?page_id=22","title":{"rendered":"Das K\u00e4thchen von Heilbronn"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>oder die Feuerprobe<\/strong><\/p>\n\n\n<p><span style=\"color: #008080;\">Ein Theater-Solo nach Heinrich von Kleist neu verfasst von Eunike Engelkind<\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1573 aligncenter\" src=\"https:\/\/eunike.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/grafik-6-225x300.png\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/eunike.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/grafik-6-225x300.png 225w, https:\/\/eunike.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/grafik-6-675x900.png 675w, https:\/\/eunike.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/grafik-6-768x1024.png 768w, https:\/\/eunike.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/grafik-6.png 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/p>\n<p><i>\u201eEunike Engelkind versteht es die Vielfalt von Personen durch sich handeln und sprechen zu lassen. Dabei steht die Sprechweise, Haltung mit Bewegung bis in die Art des Schrittes ihr wie ein Werkzeug zur Verf\u00fcgung, um das Charakteristische all der Menschen herauszuarbeiten: das scheue, reine K\u00e4thchen in seiner Demut, die sich schl\u00e4ngelnde herrische Kunigunde, der aufrechte Graft Wetter von Strahl, der erhabene K\u00f6nig, um nur einige zu nennen. Durch ihr Spiel tauchen die Besucher ganz in das Geschehen ein voll Anerkennung auch f\u00fcr die Beherrschung all der Wortlaute des Werkes.\u201c<br \/>M\u00fchlacker Tagblatt, 18.Mai. 2012<\/i><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline; color: #008080;\"><strong>Inhalt<\/strong>:<\/span><\/p>\n<p>Da gibt es das K\u00e4thchen, das sich durch nichts beirren l\u00e4sst, den ihr vorgezeigten Weg zu gehen, der zu ihrem Br\u00e4utigam f\u00fchrt. Dies ist der Graf Wetter von Strahl, der aber davon nichts h\u00f6ren will, da sie ihm aristokratisch gesehen nicht ebenb\u00fcrtig ist. Denn da w\u00e4re noch Kunigunde von Turneck, die ihn durch der Sch\u00f6nheit Schein ordentlich zu bet\u00f6ren wei\u00df\u2026<\/p>\n<p>Nun, ist der Weg K\u00e4thchens auch noch so hart, sind die \u00e4u\u00dferen Umst\u00e4nde von Bitternis gezeichnet \u2013 sie geht weiter. Im Laufe dessen hat sie einige Proben zu bestehen. So geht sie durch Feuer, Luft und Wasser, stets geleitet durch ihren Willen und die Gef\u00fchlssicherheit, das Richtige zu tun. Anstatt wie Kunigunde heimt\u00fcckisch manipulierend, vertraut sie ihrer Bestimmung. Dieses Wissen um das, was sein soll, macht sie so allm\u00e4chtig und erhaben wie Kleists Amazone Penthesilea, die andere Seite der Medaille.<\/p>\n<p><span style=\"color: #008080;\"><strong>Meine Fassung<\/strong><\/span>:<br \/>Ich gebe einem mehrst\u00fcndigen Drama mit \u00fcber 20 Personen eine Form, in der ich mich solistisch ausdr\u00fccke, aber werde dennoch der Dichtung und Sprache und damit Heinrich von Kleist gerecht. Ich bin Erz\u00e4hler und schl\u00fcpfe dabei in zehn Rollen. Und dabei dr\u00fccke ich die auf etwa 70 Minuten gek\u00fcrzte Fassung nicht in ein Korsett, da ich die Zusammenh\u00e4nge f\u00fcr meine Zuh\u00f6rer klar heraus arbeite.<\/p>\n<p>Bei mir stehen die mythischen Geschehnisse um Sylvester \u00fcber Ostern bis zu dem flammenden Pfingstfest im Vordergrund, gepaart mit dem Mut und der Best\u00e4ndigkeit des K\u00e4thchens. W\u00e4hrend jedoch bei Kleist die M\u00e4nner \u00fcber sie hinweg zu ihrer Eheschlie\u00dfung entscheiden, hat bei mir sie selbst das letzte Wort bzw. der Wille Gottes!<\/p>\n<p><strong>Erstauff\u00fchrung: 20. November 2011<br \/>seither ca. 50 Auff\u00fchrungen<\/strong><br \/>Dauer: ca. 70 Minuten<br \/>Zuschauer: jeden Alters, die Freude an \u201ehumoristischen Geistesblitzen\u201c haben!<br \/><br \/><\/p>\n<div id=\"ez-toc-container\" class=\"ez-toc-v2_0_82_2 counter-hierarchy ez-toc-counter ez-toc-grey ez-toc-container-direction\">\n<div class=\"ez-toc-title-container\">\n<p class=\"ez-toc-title\" style=\"cursor:inherit\">Table of Contents<\/p>\n<span class=\"ez-toc-title-toggle\"><a href=\"#\" class=\"ez-toc-pull-right ez-toc-btn ez-toc-btn-xs ez-toc-btn-default ez-toc-toggle\" aria-label=\"Toggle Table of Content\"><span class=\"ez-toc-js-icon-con\"><span class=\"\"><span class=\"eztoc-hide\" style=\"display:none;\">Toggle<\/span><span class=\"ez-toc-icon-toggle-span\"><svg style=\"fill: #999;color:#999\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" class=\"list-377408\" width=\"20px\" height=\"20px\" viewBox=\"0 0 24 24\" fill=\"none\"><path d=\"M6 6H4v2h2V6zm14 0H8v2h12V6zM4 11h2v2H4v-2zm16 0H8v2h12v-2zM4 16h2v2H4v-2zm16 0H8v2h12v-2z\" fill=\"currentColor\"><\/path><\/svg><svg style=\"fill: #999;color:#999\" class=\"arrow-unsorted-368013\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" width=\"10px\" height=\"10px\" viewBox=\"0 0 24 24\" version=\"1.2\" baseProfile=\"tiny\"><path d=\"M18.2 9.3l-6.2-6.3-6.2 6.3c-.2.2-.3.4-.3.7s.1.5.3.7c.2.2.4.3.7.3h11c.3 0 .5-.1.7-.3.2-.2.3-.5.3-.7s-.1-.5-.3-.7zM5.8 14.7l6.2 6.3 6.2-6.3c.2-.2.3-.5.3-.7s-.1-.5-.3-.7c-.2-.2-.4-.3-.7-.3h-11c-.3 0-.5.1-.7.3-.2.2-.3.5-.3.7s.1.5.3.7z\"\/><\/svg><\/span><\/span><\/span><\/a><\/span><\/div>\n<nav><ul class='ez-toc-list ez-toc-list-level-1 ' ><ul class='ez-toc-list-level-2' ><li class='ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-1\" href=\"https:\/\/eunike.de\/?page_id=22\/#Heilbronner_Stimme\" >Heilbronner Stimme:<\/a><\/li><\/ul><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-1'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-2\" href=\"https:\/\/eunike.de\/?page_id=22\/#Posthum_muss_er_das_Kaethchen_ertragen\" >Posthum muss er das K\u00e4thchen ertragen<\/a><\/li><\/ul><\/nav><\/div>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Heilbronner_Stimme\"><\/span><span style=\"text-decoration: underline; color: #008080;\"><strong>Heilbronner Stimme:<\/strong><\/span><span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p><a title=\"Das K\u00e4thchen\" href=\"http:\/\/www.stimme.de\/heilbronn\/kultur\/Posthum-muss-er-das-Kaethchen-ertragen;art11930,2879235\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.stimme.de\/heilbronn\/kultur\/Posthum-muss-er-das-Kaethchen-ertragen;art11930,2879235<\/a><\/p>\n<div id=\"artikel\">\n<h1><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Posthum_muss_er_das_Kaethchen_ertragen\"><\/span><span style=\"color: #008080;\">Posthum muss er das K\u00e4thchen ertragen<\/span><span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h1>\n<p>Von Leonore Welzin<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-218 alignright\" src=\"https:\/\/eunike.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/HN-031-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/eunike.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/HN-031-300x225.jpg 300w, https:\/\/eunike.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/HN-031.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<div align=\"right\">\n<div>\u00a0<\/div>\n<p>Starkes \u201cK\u00e4thchen\u201d-Solo: Eunike Engelkind.<\/p>\n<p>Foto: Leonore Welzin<\/p>\n<\/div>\n<p>Heilbronn \u2013 Es ist Goethes 48. Geburtstag. Zuf\u00e4llig in Heilbronn, genehmigt sich der Dichter eine Kutschfahrt auf den Wartberg und ist angetan von den Weinbergen, dem Blick ins Neckartal, dem lauen Wind und der hinter Wimpfen untergehenden Sonne. \u201cAlles, was man \u00fcbersieht, ist fruchtbar\u201d notiert der Dichter am 28. August 1797 in sein Reise-Tagebuch.<\/p>\n<p>200 Jahre sp\u00e4ter, 1997 greift ein Club traditionsbewusster Heilbronner, allen voran der Journalist Uwe Jacobi und der Leiter des Kleist-Archivs-Sembdner, G\u00fcnther Emig, das geschichtstr\u00e4chtige Ereignis auf: Bei str\u00f6mendem Regen l\u00e4sst man sich in einem Zweisp\u00e4nner \u00e0 la Goethe auf den Gipfel kutschieren.<\/p>\n<p>Die Geburtstagsgaudi wird mit wechselndem Programm allj\u00e4hrlich wiederholt. In diesem Jahr feiern rund 100 Fans den Jubilar mit Kleists \u201cDas K\u00e4thchen von Heilbronn oder Die Feuerprobe\u201d. \u201cIch will das K\u00e4thchen vom Kitsch befreien\u201d, so das Credo von Eunike Engelkind, deren Auff\u00fchrung wegen des unbest\u00e4ndigen Wetters nicht im Freien, sondern im Speisesaal des Restaurants gezeigt wird. In der Goethe-Stadt Frankfurt aufgewachsen und durch die Waldorfp\u00e4dagogik mit Klassik und Mystik vertraut, ist die Figur f\u00fcr Engelkind keine Somnambule, die naiv dem Mann ihrer Tr\u00e4ume hinterher l\u00e4uft.<\/p>\n<p>Die Darstellerin hat die f\u00fcnf Akte des Ritterschauspiels zu einem Solo verdichtet. Bis auf zwei St\u00fchle verzichtet sie auf B\u00fchnendekor und Requisiten, setzt ganz auf Rhetorik, Rhythmus, Mimik und Gestik, um pr\u00e4zise und textsicher einen ausdrucksstarken, einst\u00fcndigen Bogen zu spannen. Der Stoff, den sie als Auseinandersetzung der Protagonistin mit den Elementen Luft, Feuer und Wasser versteht, gleicht einer spirituellen Reifung, die in einer Art mystischer Hochzeit endet.<\/p>\n<p>Engelkind wird mit Lob \u00fcbersch\u00fcttet. \u201cUngeheuer mutig, ein so schweres St\u00fcck in pers\u00f6nlicher Bearbeitung in einem Rutsch durchzuspielen\u201d, sagt Johannes Bahr, Schauspieler am Theater Heilbronn.<\/p>\n<p>Kleist und Goethe? Als ihm, dem fast 60-j\u00e4hrigen Direktor des Weimarer Hoftheaters 1808 Kleists \u201cK\u00e4thchen\u201d vorgelegt wird, ger\u00e4t er in Rage: \u201cEin wunderbares Gemisch von Sinn und Unsinn!\u201d Er soll das Buch mit den Worten: \u201cDas f\u00fchre ich nicht auf, wenn es auch halb Weimar verlangt!\u201d ins Feuer geworfen haben. Der Dichterf\u00fcrst muss nicht nur das \u201cK\u00e4thchen\u201d, auferstanden wie ein Ph\u00f6nix aus der Asche, posthum ertragen, er sollte einsehen, dass Kleists Frauenbild wesentlich fortschrittlicher war als das seine.<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>oder die Feuerprobe Ein Theater-Solo nach Heinrich von Kleist neu verfasst von Eunike Engelkind \u201eEunike Engelkind versteht es die Vielfalt von Personen durch sich handeln und sprechen zu lassen. 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