Homerische Hymnen ~ Demeter und das Brot der Weisen

Literatur-Projekt von und mit Eunike Engelkind gefördert vom Kulturamt der LHS Stuttgart

Foto: Scootpix

„Singe, o Muse, mir…“ so beginnen die Lobeslieder Homers, die uns in eine Urzeit führen, in welcher das menschliche Bewusstsein noch inniglich mit Natur und Gottheit verbunden war und der Mensch sich als Gefäß empfand, in welches geistige Mächte hineinwirkten. Keine Phantasie im heutigen Sinne, sondern reale Erlebnisse legen uns Zeugnis davon ab. Kann dieser Nachklang uns, die wir uns abgetrennt fühlen von der Umwelt, vielleicht auch helfen, uns um diese zu sorgen?

Demeters Zorn über den Raub Persephones ließ Kälte und Dunkelheit über die Menschheit kommen! Doch besänftigt durch ihrer Tochter Rückkehr erleben wir jeden Frühling die Kraft der Wiedergeburt und die Göttin der Ackerfrucht schenkt uns die Aufrichekraft der Ähre, die zum Brote wird. Ein Sinnbild der Erkenntnis, welche die alten von Gott gegebenen Gaben der Menschheit ablöst durch selbst verantwortete Tätigkeit. So steht das Brot auch für die (Back)Kunst, die Nahrung, das Gebet, letztlich für den Kulturimpuls des gelebten Christentums der Brüderlichkeit, der Orient und Okzident zusammen führen will.

—Bleibt die Frage: Wo sind Demeter & Co heute? Und wie wirken sie? …